Hallo ihr Lieben,
ich möchte mich und meine Geschichte kurz vorstellen:
Mein Name ist Jasmine und ich bin stolze Mama eines fast 1jährigen Sohnes. Mal abgesehen von einer nicht ganz so schönen Schwangerschaft mit Gestose waren wir überglücklich, als unser Sohn in SSW 37+1 völlig gesund zur Welt kam. Die folgenden Monate verliefen auch ganz normal bis er vor ca. zwei Monaten einen hochfieberhaften Virusinfekt hatte bei dem die Ärztin ein Systolikum festgestellt hat. Sie meinte das gäbe es bei Kindern häufig mal, es sollte aber auch wieder verschwinden. Vor zwei Wochen waren wir dann bei der U6 und der Arzt konnte das Systolikum noch immer sehr deutlich hören. Er vermutete einen Ventrikelseptumdefekt und schickte uns deshalb zum Kinderkardiologen. Letzte Woche hatten wir dann den Termin. Über das EKG hat der Arzt nichts weiter gesagt, aber beim Ultraschall hat er uns dann das verdickte Septum (20mm) gezeigt und auch eine Obstruktion war deutlich zu sehen und er hat auch was von einem Gradienten erzählt, da wußte ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nichts mit anzufangen. Er hat uns erklärt, dass unser Sohn vermutlich eine HOCM hat und im ersten Moment ist es natürlich ein Schock von plötzlichem Herztod und eingeschränkter Lebenserwartung zu hören. Seit ein paar Tagen hänge ich nun am PC und versuche mir ein Bild über diese Erkrankung zu machen, da ich mich vorher natürlich nie damit auseinander gesetzt habe. In unserer Familie ist auch nichts darüber bekannt, ob wir es vererbt haben ist noch unklar, da unser Kardiologentermin noch aussteht. So ist unser Wurm top fit und sehr agil, allerdings röchelt er schon seit seiner Geburt immer wieder mal, wenn er sich anstrengt. Er kriegt jetzt erstmal Betablocker und übers weitere Vorgehen sind wir noch nicht informiert. Soweit ich das verstanden habe entdeckt man HOCM ja meist erst bei Erwachsenen oder Jugendlichen, deshalb läßt sich über Babys mit HOCM nicht so viel im Netz finden. Ich habe das große Glück eine Bekannte zu haben, die bei Prof. Seggewiß arbeitet. Sie hat den Kontakt mit ihm hergestellt und da er ja eher für Erwachsene zuständig ist, hat er uns empfohlen unseren Sohn im Herzzentrum München vorzustellen und er würde uns dann im Hintergrund betreuen. Seitdem bin ich auch etwas beruhigter, weil ich weiß, dass unser Wurm in guten Händen ist.
Dennoch hat man am Anfang natürlich unheimlich viele Fragen und Ängste.
Ich habe zum Beispiel gelesen, dass man sofern jemand beschwerdefrei ist noch gar keine Medikamente geben müsste, warum muß dann mein Sohn in so zartem Alter schon die Betablocker nehmen?
Im Forum hier hat auch jemand geschrieben, dass es von starker prognostischer Bedeutung ist, wo der Gendefekt genau lokalisiert ist. Aber soweit ich weiß zahlen die Krankenkassen ja die molekulargenetischen Analysen nicht. Weiß jemand von euch vielleicht was so ein Gentest kostet bzw. wie man die Chance hat dies im Rahmen einer Studie machen zu lassen?
Falls jemand von euch meine Fragen beantworten kann, wäre ich sehr dankbar über einen Beitrag bzw. vielleicht hat ja jemand auch Erfahrung mit so früh diagnostizierter HOCM (ich hab da was über Viktoria gelesen...).
Schonmal ein herzliches Dankeschön und liebe Grüße,
Jasmine.
